Skip to content

Kata


Am Donnerstag, dem 7. Juni 2006 fand die Dan-Prüfung des Judo LV Wien statt. Ein Höhepunkt der Veranstaltung waren die eindrucksvollen Kata-Präsentationen der Wimpassinger Adolf Zeltner und Erwin Häring, die beide zum 6. Dan antraten.

Judo-Kata sind festgelegte und namentlich benannte Abfolgen von Techniken, die den Übenden Prinzipien vermitteln sollen. Diese Abläufe, die als Kata – also Formen – bezeichnet werden, werden im folgenden näher beschrieben. Andererseits kann Kata auch das Üben von einzelnen Techniken mit einem Partner außerhalb dieser Abläufe bezeichnen, wobei der Partner im Gegensatz zum Randori auf die zu übende Technik eingestellt ist. Das Wort Kata wird in diesem Sinne im deutschen Sprachraum jedoch nur noch selten gebraucht. Im Gegensatz zu vielen anderen Kampfkünsten werden Kata im Judo fast ausschließlich zusammen mit einem Partner durchgeführt. Fast alle Judo-Kata stammen aus dem traditionellen Jiu Jitsu, wo sie noch heute Bestandteil der Meisterprüfungen sind.

1 Bekannte Kata
1.1 Gonosen-no-kata
1.2 Kodokan-goshin-jutsu
1.3 Hirano-no-kata
1.4 Itsutsu-no-kata
1.5 Jū-no-kata
1.6 Katame-no-kata
1.7 Kime-no-kata
1.8 Koshiki-no-kata
1.9 Nage-no-kata
1.10 Randori-nage-no-kata
1.11 Rensa-no-kata
1.12 Ura-no-kata

1.1 Gonosen-no-kata
( Form der Konterwürfe )
Diese Kata ist in Deutschland zur Prüfung für den 3. Dan im Judo. In Österreich ist die Gonosen-no-kata für den 3. und 4. Dan im Judo vorgeschrieben, wobei der Prüfling zwischen drei verschiedenen Versionen wählen kann: Version nach Kawaeshi (Waseda-Universität), Version nach der Methode Geesink oder die Version des DJB.[1]
Sie besteht aus den Angriffen von Uke und den Konterwürfen von Tori.
Reihenfolge der Techniken in der DJB- und der Kawaeshi-Version:
1. Gruppe
O-sotogari -> O-soto-gari
Hiza-guruma -> Hiza-guruma
O-uchi-gari -> Okuri-ashi-barai
De-ashi-barai -> De-ashi-barai
Ko-soto-gake -> Tai-otoshi
Ko-uchi-gari -> Sasae-tsuri-komi-ashi
2. Gruppe
Kubi-nage -> Ushiro-goshi
Koshi-guruma -> Uki-goshi
Hane-goshi -> Sasae-tsuri-komi-ashi
Harai-goshi -> Utsuri-goshi
Uchi-mata -> Te-guruma
Kata-seoi -> Sumi-gaeshi

1.2 Kodokan-goshin-jutsu
( Selbstverteidigungstechniken des Kodokan )
Diese Kata oder die Jū-no-kata ist in Deutschland zur Prüfung für den 4. Dan im Judo vorgeschrieben. In Österreich ist sie für die Prüfung zum 4. und 5. Dan zu präsentieren, sofern nicht die Alternative Kime-no-Kata gewählt wird. Sie wurde 1956 von einer Arbeitsgruppe des Kodokan entwickelt und enthält 5 Gruppen (goshin) – von Verteidigungstechniken (jutsu) gegen Angriffe mit und ohne Waffen.
Sie besteht aus Angriffen von Uke ohne Waffen (Angriffe mit Händen und Füßen) und mit Waffen (Messer, Stock und Pistole) und den entsprechenden Abwehrtechniken von Tori.
Verteidigung gegen Angriffe im Nahkampf
ryōte dori (Greifen mit beiden Händen)
hidari eri dori (Ergreifen des linken Revers)
migi eri dori (Ergreifen des rechten Revers)
kata ude dori (Ergreifen eines Armes)
ushiro eri dori (Griff von hinten in den Kragen)
ushiro jime (Würgen von hinten)
kakae dori (Umklammerung von hinten)
Verteidigung gegen Angriffe ohne engen Körperkontakt
naname uchi (Seitlicher Fausthieb)
ago tsuki (Rechter Haken gegen Kinn)
gammen tsuki (Faustschlag links in das Gesicht)
mae geri (Tritt von vorn in den Unterleib)
yoko geri (Seitlicher Fußtritt)
Verteidigung gegen Angriffe mit dem Messer
tsukkake (Abwehr gegen Messerziehen)
choke tsuki (Gerader Messerstich in den Bauch)
naname tsuki (Seitlicher Messerstich in den Hals)
Verteidigung gegen Angriffe mit dem Stock
furi age (Schlagansatz mit erhobenem Stock)
furi oroshi (Beidhändiger Schlag mit erhobenem Stock seitlich zur Schläfe)
morote tsuki (Beidhändiger Stoß mit dem Stock in die Magengegend)
Verteidigung gegen Angriffe mit der Pistole
shomen zuke (Bedrohung von vorn, Waffe aufgesetzt)
koshi ga mae (Bedrohung aus der Hüfte, Waffe auf Distanz)
haimen zuke (Bedrohung von hinten, Waffe aufgesetzt)

1.3 Hirano-no-kata
( Form der fortgesetzten Kombinationen des Meisters Hirano )
Die Kata wird auch „Kata der Meereswogen“ genannt. Sie umfasst sieben Techniken (Sinnbilder):
O Nami (Große Welle), Wurf: O Soto Gari
Uchi Age (Sandstrand), Wurf: O Soto Otoshi
Juwa Kudaki (Großer Felsen), Wurf: Harai Goshi
Uchi Gaeshi (Brandung), Wurf: O Uchi Gari
Tatumaki (Windhose), Wurf: Morote Seoi Nage
Saka Maki (Sturmwelle), Wurf: Uchi Mata
Uzumaki (Wasserwirbel), Wurf: Tai Otoshi

1.4 Itsutsu-no-kata
五の形 ( Form der 5 Symbole od. Naturgesetze )
Diese und eine weitere Kata (Kosiki-no-kata oder Kime-no-kata) sind in Deutschland zur Prüfung für den 5. Dan im Judo vorgeschrieben.
Sie besteht aus
Versinnbildlichung der positiven und negativen Kraft
Versinnbildlichung des Beharrungsgesetzes
Versinnbildlichung der Zentrifugal- und Zentripetalkraft
Versinnbildlichung der Kraft der Meereswogen
Versinnbildlichung der Flugbahn und der Kraft eines Kometen

1.5 Jū-no-kata
柔の形 ( Form des Nachgebens od. der Geschmeidigkeit )
Diese Kata oder die Goshin-jitsu-no-kata ist in Deutschland zur Prüfung für den 4. Dan im Judo vorgeschrieben.
Im Jahre 1887, nach der Nage-no-kata und der Katame-no-kata, als dritte Kata von Jigoro Kano im Kodokan entwickelt, um die unterschiedlichen Prinzipien von Angriff und Verteidigung, des Gleichgewichtbrechens und des Siegen durch Nachgeben in stark abstrahierter Weise zu verdeutlichen.
Sie beinhaltet 15 Bewegungsabläufe in 3 Gruppen
Ikkyo (erste Stufe)
Tsuki-Dashi (Stoßen mit der Hand)
Kata-Oshi (Drücken gegen die Schulter)
Ryote-Dori (Ergreifen beider Hände)
Kata-Mawashi (Schultern drehen)
Ago-Oshi (Drücken gegen das Kinn)
Nikyo (zweite Stufe)
Kiri-Oroshi (Schädel mit der Waffe spalten)
Ryokata-Oshi (beide Schultern niederdrücken)
Naname-Uchi (schräger Schlag gegen die Schläfe)
Katate-Dori (Ergreifen einer Hand)
Katate-Age (Hochheben einer Hand zum Schlag)
Sankyo (dritte Stufe)
Obi-Tori (Ergreifen des Gürtels)
Mune-Oshi (Drücken gegen die Brust)
Tsuki-Age (Kinnhaken)
Uchi-Oroshi (Schlag von oben auf den Kopf)
Ryogan-Tsuki (Stich in die Augen)

1.6 Katame-no-kata
Katame-no-kata (jap. 固の形), die Form der Kontrolle bzw. Form der Bodentechniken
Die Katame-no-kata wurde zwischen 1884 und 1887 von Jigoro Kano entwickelt und besteht aus drei Gruppen mit jeweils fünf Bodentechniken. Die 15 Techniken werden jeweils nur migi (jap. „rechts“) ausgeführt. Die Demonstration der Katame-no-kata ist in Deutschland zur Prüfung für den 2. Dan im Judo vorgeschrieben. In Österreich muss diese für den 2. und 3. Dan präsentiert werden.

1. Gruppe: Katame-Waza (Haltegriffe)
Kesa-Gatame (Schärpe oder Kissen)
Kata-Gatame (Kontrolle der Schulter)
Kami-Shiho-Gatame (Halten vom Kopf her)
Yoko-Shiho-Gatame (Halten von der Seite)
Kuzure-Kami-Shiho-Gatame (Halten vom Kopf her als Variante)
2. Gruppe: Shime-Waza (Würgetechniken)
Kata-Juji-Jime (Würgen über Kreuz)
Hadaka-Jime (freies Würgen)
Okuri-Eri-Jime (Würgen mit Hilfe des Revers)
Kataha-Jime (Würgen mit festlegen des Arms/ Schulter)
Gyaku-Juji-Jime (Würgen über Kreuz als Variante)
3. Gruppe: Kansetsu Waza (Hebeltechniken)
Ude-Hishigi-Ude-Garami (Gebeugter Armhebel)
Ude-Hishigi-Juji-Gatame (Hebel am gestreckten Arm)
Ude-Hishigi-Ude-Gatame (Arm Drehstreckhebel)
Hiza-Gatame (Knie bzw. Beinhebel)
Ashi-Garami (Hebel am Knie/Bein)

1.7 Kime-no-kata
極の形 ( Form der Selbstverteidigung )
„Kata der Entscheidung“, Tori erwartet den Angriff von Uke gelassen und scheinbar entspannt. Ukes Angriff soll heftig erfolgen, Atemi- (Schlag-) Techniken werden von Kiai (Kampfschrei) begleitet. Tori beantwortet Ukes Angriff entschlossen und mit vollem Einsatz. Auch seine Atemi-Techniken werden von Kiai unterstützt. Einige Augenblicke lang soll Tori demonstrieren, dass er vollkommen Herr der Lage ist indem er in der Abschlußtechnik entspannt verweilt. Uke zeigt dann seine Aufgabe durch zwei- oder mehrmaliges Abklopfen.
Diese Kata kann in Österreich bei der Prüfung zum 4. und 5. Dan wahlweise gezeigt werden. Die Alternative ist jeweils die Goshin-jutsu-no-kata.
Idori (kniend)
Ryote Dori (Griff beider Hände)
Tsuki Kake (Magenstoß)
Suri Age (Stirngriff)
Yoko Uchi (Schlag von der Seite)
Ushiro Dori (Umklammerung von hinten)
Tsukikomi (Messerstich gegen den Magen)
Kiri Komi (Messerstich von oben)
Yoko Tsuki (Messerstich von der Seite)
Tachiai (stehend)
Ryote Dori (Griff beider Hände)
Sode Tori (Ärmelgriff)
Tsuki Kake (Magenstoß)
Tsuki Age (Kinnhaken)
Suri Age (Stirngriff)
Yokouchi (Schlag von der Seite)
Ke Age (Fußtritt)
Ushiro Dori (Umklammerung von hinten)
Tsuki Komi (Messerstich gegen den Magen)
Kirikomi (Messerstich von oben)
Nukikake (Abwehr eines Schwertangriff (beim Ziehen))
Kirioroshi (Abwehr eines Schwertangriff)

1.8 Koshiki-no-kata
古式の形 ( Form der antiken Techniken )
Diese Kata stammt direkt aus der Kito-Ryu („Schule des Steigens und Fallens“), die Jigoro Kano in seiner Jugend besucht hatte. Kano fand diese Kata erhaltenswert und übernahm sie in sein neues Judo. Sie erinnert als Bindeglied an die alten Techniken des Jiu Jitsu und verdeutlicht bei ihrer Ausführung, wie man die Kraft des gegnerischen Angriffs zum eigenen Vorteil nutzt. Die Techniken der Kata wirken für heutige Verhältnisse teilweise ungewöhnlich, da sie für Samurai gedacht waren, die sie in vollständiger Rüstung ausführten.
Die Würfe der Koshiki-no-Kata werden mit der geöffneten rechten Hand ausgeführt, so wie es noch heute bei Uki-goshi und O-goshi der Fall ist. Gegriffen wird nur da, wo es auch eine Rüstung erlauben würde, zum Beispiel an den Armen.
Die Koshiki-no-Kata besteht aus zwei Gruppen mit insgesamt 21 Techniken. Erste Gruppe sind Omote, 14 Techniken die ziemlich langsam und scheinbar unbeholfen ausgeführt werden, so als ob die Ausführenden eine Kampfausrüstung tragen würden. Zweite Gruppe sind Ura bestehend aus sieben Techniken. Hier erfolgt die Ausführung schnell und gewandt.
Diese Kata kann in Österreich bei der Prüfung zum 5. und 6. Dan gezeigt werden, sofern nicht die Ju-no-Kata gewählt wird.
Omote (Vorderseite)
Tai
Yume-no-uchi
Ryokuhi
Mizu-guruma (Wasserrad)
Mizu-nagare (Fließendes Wasser)
Hiki-otoshi
Ko-daore (den Gegner durch eigenen Sturz täuschen)
Uchi-kudaki
Tani-otoshi
Kuruma-daoshi
Shikoro-dori
Shikoro-gaeshi
Yudachi
Taki-otoshi (Wasserfallsturz)
Ura (Rückseite)
Mi-kudaki
Kuruma-gaeshi
Mizu-iri
Ryusetsu
Saka-otoshi
Yuki-ore
Iwa-nami

1.9 Nage-no-kata
Nage-no-kata (jap. 投の形), die Form des Werfens
Die Nage-no-kata wurde als erste Kata von Jigoro Kano im Jahre 1887 im Kodokan entwickelt und gehört zur Gruppe Randori-Kata. Sie besteht aus fünf Wurfgruppen mit jeweils drei Würfen, die in festgelegter Reihenfolge − erst rechts, dann links − ausgeführt werden. (Eine Ausnahme stellt Uki-goshi dar, der zuerst links und dann rechts geworfen wird – Ukes Angriff ist jedoch immer zuerst rechts.) Die 30 Wurfaktionen sollen prinzipiell so ausgeführt werden, dass Toris Wurfausführung (jap. Kake) im Zentrum der Ausführungsfläche (Mattenmitte) geschieht. Zur Erklärung der einzelnen Würfe, siehe auch Wurftechnik (Judo).
Diese traditionelle Kata ist in Deutschland zur Prüfung für den 1. Dan im Judo vorgeschrieben. Im Deutschen Judobund werden seit dem 1. August 2005 einzelne Wurfgruppen der Nage-no-kata auch bei Gürtelprüfungen für höhere Kyu-Grade abgefragt: Koshi-Waza beim 3. Kyu (grün), Ashi-Waza beim 2. Kyu (blau) und Te-Waza beim 1. Kyu (braun).[1] In Österreich ist die Nage-no-Kata verpflichtend der Prüfung zum 1. und 2. Dan vollständig zu zeigen.
1. Gruppe: Te Waza (Handwürfe)
Uki-otoshi
Seoi-nage
Kata-guruma
2. Gruppe: Koshi Waza (Hüftwürfe)
Uki-goshi
Harai-goshi
Tsuri-komi-goshi
3. Gruppe: Ashi Waza (Fußwürfe)
Okuri-ashi-barai
Sasae-tsuri-komi-ashi
Uchi-mata
4. Gruppe: Ma Sutemi Waza (Gerade Opferwürfe)
Tomoe-Nage
Ura-nage
Sumi-gaeshi
5. Gruppe: Yoko Sutemi Waza (Seitliche Opferwürfe)
Yoko-gake
Yoko-guruma
Uki-waza

1.10 Randori-nage-no-kata
乱取りの形 ( freie Übungsform der Nage-no-Kata )

1.11. Rensa-no-kata
( Form des Übergangs vom Stand in den Boden )
Diese Kata kann in Bayern statt der Katame-no-kata für den 2. Dan gezeigt werden.
Entwickelt wurde sie von Gerhard Steidele.
Osae-waza (Haltetechniken)
Tori schiebt –> Tori „De-ashi-barai“ –> „Kuzure-kesa-gatame“
Uke schiebt –> Uke „Tomoe-nage“ –> „Yoko-shiho-gatame“
Uke zieht seitwärts –> Tori „Soto-maki-komi“ –> „Gyaku-kesa-gatame“
Tori schiebt –> Tori „Hiki-komi-gaeshi“ –> „Tate-shiho-gatame“
Uke schiebt –> Uke „Ippon-seoi-nage“ –> „Kuzure-kami-shiho-gatame“
Shime-waza (Würgetechniken)
Uke Kreisbewegung –> Uke „Uchi-mata“ –> „Hadaka-jime“
Tori zieht –> Tori „Ko-uchi-gake“ –> „Ryo-te-jime“
Tori zieht seitwärts –> Uke „Soto-maki-komi“ –> „Okuri-eri-jime“
Tori zieht –> Tori „Ko-uchi-gari“ –> „Kata-ha-jime“ (mit einseitigem Rechtsgriff)
Tori zieht –> Uke „O-uchi-barai“ –> „Ashi-jime“ (mit einseitigem Linksgriff)
Kansetsu-waza (Hebeltechniken)
Tori schiebt (im Kreis) –> Tori „Yoko-tomoe-nage“ –> „Juji-gatame“
Tori Kreisbewegung –> Uke „Ko-uchi-gari“ –> „Ashi-gatame“
Tori zieht –> Tori „Ko-uchi-barai“ –> „Gyaku-waki-gatame“
Tori zieht seitwärts –> Uke „O-soto-gari“ –> „Ude-garami“
Tori zieht (im Kreis) –> Uke „Kuchiki-daoshi“ –> „Ude-gatame“

1.12 Ura-no-kata
( Form der Kontertechniken des Meisters Tokio Hirano )
Die Ura-no-Kata stellt die individuelle Entwicklung des Kampfprofils Meister Hirano dar.
Diese Technikfolge stellt keine Kata im üblichen Sinne dar. Wie auch die Hirano-no-Kata stammt diese vom Meister Tokio Hirano und ist keine offizielle Judo-Kata. Hirano entwickelte sie vielmehr aus einem speziellen Grund: Zunächst entwickelte er für sich eine spezielle Folge von Kombinationen, durch die er fast unbesiegbar wurde. Es geschah nun oft, dass seine Gegner Hiranos Kette gegen ihn selbst anwenden wollten (bzw. erfolgreich anwendeten). Daraufhin entwickelte er sofort für jede Technik einen entsprechenden Gegenwurf. So entstand die individuelle Form der Gegenwürfe, die Ura-no-kata. Im normalen Training stellt sie − genau wie die Hirano-no-Kata – eine wertvolle Bereicherung des Trainings dar und ist im Grunde genommen ein Vorgriff auf die Kurz-Kata des Deutschen Judobundes.

Angiff:

Wurfansatz von Uke

Verteidigung:

Konterwurf von Tori

O-soto-gari Hidari Uki-otoshi
O-soto-otoshi Yoko-wakare
Harai-goshi Utsuri-goshi
O-uchi-gari O-uchi-gaeshi
Seoi-nage Hiki-otoshi
Uchi-mata Sukashi-nage
Tai-otoshi Yoko-guruma

Wikipedia® © http://de.wikipedia.org/wiki/Kata_(Jūdō)